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Inflationärer Wohlstandsverlust und Deindustrialisierung: 5 Aktien für die neue energiepolitische Wirklichkeit.

Liebe Leser,

der Wohlstand Deutschlands wurde auf der Säule einer weltweit führenden Industrieproduktion errichtet. Wir sind das Land der Ingenieure, zweifelsohne. Wir sind aber auch das Land, das jahrzehntelang auf günstige Energie zugreifen konnte. Ohne günstige Energie, die Maschinen antreibt und Fließbänder Tag und Nacht in Betrieb hält, kann auch die beste Ingenieursleistung nicht zu einem Produkt veredelt werden, das auf den globalen Märkten konkurrenzfähig ist.

Ich stamme aus Baden-Württemberg. Die Arbeitswelt in der Stuttgarter-Gegend wird maßgeblich von Mercedes, Bosch oder auch Porsche geprägt. Sie sind als Arbeitgeber sehr begehrt. Auch der ungelernte Fabrikarbeiter kommt mit Schicht- und Wochenendzuschlägen auf ein sehr stattliches Einkommen. Im internationalen Vergleich konnte die deutsche Autoindustrie ihre Fabrikarbeiter überdurchschnittlich gut bezahlen, weil eben der Kostenfaktor Energie nicht maßgeblich war. Die gleiche Aussage gilt für das gesamte produzierende, mittelständische Gewerbe.

Die Gesellschaft wusste dieses sorgenfreie Leben im breiten Wohlstand nicht sehr zu schätzen. Es wurde als selbstverständlich betrachtet. Die Ursache des Wohlstands ist in der Vergessenheit geraten. Auch jetzt, wo ein drastischer Wandel der deutschen Wirtschaft in vollem Gange ist, sind die Konsequenzen den meisten Bürgern offenbar noch nicht bewusst. Die Wohlstandseinbußen aufgrund der inflationären Verteuerung sind kein vorübergehendes Phänomen. Es ist das der neue Normalzustand, wenn in der Energiepolitik nicht sofort gegengesteuert wird.

Die gute bezahlten Jobs bei Mercedes, Bosch und Porsche werden bald wegfallen, weil sich die demokratische Mehrheit für eine Energiepolitik ausspricht, die es der Industrie unmöglich macht, international konkurrenzfähig in Deutschland zu produzieren. Das ist keine weit entfernte Prognose. Schon in diesem Winter werden die meisten Industriebetriebe rote Zahlen schreiben.

Fast täglich lese ich im Handelsblatt in diesen Tagen von geplanten Produktionsverlagerungen nach USA oder Kanada, wo die Energiepreise dauerhaft günstig sind. Schön für die USA, schön für Kanada. Aber schlecht für die Beschäftigten in der produzierenden Industrie. Die Zustimmung zur derzeitigen Energiepolitik basiert auf Unwissenheit, denke ich. Das wird sich schlagartig ändern, wenn der Wohlstand um 15 % eingebrochen ist und der jährliche Sommerurlaub auf einmal unbezahlbar wird. Dann wird ein Umdenken stattfinden.

Die politische Wirklichkeit in Deutschland: Atomenergie oder Deinustrialisierung

Es ist reines Wunschdenken, dass allein mit Wind- und Sonnenergie und mit den neuen Flüssigerdgas-Lieferungen eine konkurrenzfähige Industrieproduktion aufrechterhalten werden kann. Der deutsche Weg ist ein internationaler Alleingang.  Ein Wandeln auf dem Traumpfad. 180 neue Atomkraftwerke sind weltweit in Bau. Auch in Deutschland wird die Atomfrage 2023 auf die Agenda kommen,  denn:

Die politischen Optionen lauten a) Wiedereinstieg in die Atomindustrie oder b) Deindustrialisierung.

Wichtig ist mir hinzuzufügen: Wer für Atomkraft ist, ist nicht automatisch gegen erneuerbare Energien. Ich bin für Wind- und Sonnenergie. An vielen Tagen im Jahr erzeugen sie günstigen Strom. Ich bin aber gleichzeitig für eine Grundlastabdeckung über die CO2-neutrale Atomenergie. Das ist ein Energiekonzept, das wir bis 2050 benötigen, um den breiten gesellschaftlichen Wohlstand in Deutschland nicht zu verlieren.

Wie auch immer sich die demokratische Mehrheit entscheiden wird. Klar ist, dass unsere Energieinfrastruktur von Grund auf neu gedacht werden muss. Es wird viele Verlierer geben, aber auch viele Gewinner. Wir vom aktien Magazin haben uns letzte Woche mit der Frage beschäftigt welche Firmen und Aktien von den großen Herausforderungen profitieren werden.

Die USA sind auf dem richtigen Weg zu einer günstigen Energieproduktion auf Basis von erneuerbaren Energien.

Anfang September 2021 erschien in den Vereinigten Staaten ein Plan, wonach die mit Hilfe der Sonne bis 2050 erzeugte Energie 50 % des Gesamtbedarfs des Landes decken soll. Eine Studie des US-amerikanischen Energieministeriums ergab, dass die Solarenergie bis 2035 in der Lage ist, 40 % des Energiebedarfs des Landes zu decken, bis zu 1,5 Millionen Menschen zu beschäftigen und das nationale Stromnetz zu dekarbonisieren, ohne dabei die Strompreise zu erhöhen.

Gegenüber Deutschland haben die Vereinigten Staaten den Vorteil einer viel breiteren geographischen Ausprägung. Es gibt Gegenden in den USA wo die Sonner immer scheint. Das macht Solarenergie weit günstiger als in unseren Gegenden.

Laut der gleichen US-Studie könnte die Solarenergie bis 2050 rund 45 % des gesamten Energiebedarfs ausmachen, was zu den erheblichen Kostensenkungen führen wird und das ganz abgesehen davon, dass man dadurch eine deutlich bessere Elektrifizierung von Endverbrauchern erreichen wird. Doch damit nicht genug: die Solarenergie in Kombination mit der Windkraft könnte bis 2035 sogar 75 % des Strombedarfs decken, und diese Zahl könnte im BestCase bis 2050 beachtliche 90 % erreichen, so die Schätzungen des Energieministerium.

Die erste Konkretisierung des globalen US-amerikanischen Green-Energy-Plans haben wir bereits im vergangenen August gesehen. Die Gesetzesinitiative heißt jetzt Inflation Reduction Act 2022 und ist im Wesentlichen eine abgespeckte Version des 1,8 Bil. USD schweren Build Back Better Acts. Dennoch geht es hier um die Ausgaben von 369 Mrd. USD, die in den nächsten 10 Jahren u.a. in den Klimaschutz und Energiesicherheit investiert werden sollen. Explizit geht es sowohl direkte Investitionen und Steuerbegünstigungen für Unternehmen aber auch für Privathaushalte. Und so gelangen wir auch schon zu den ersten Trend-Bereich - Elektromobilität.

Wir haben 5 Favoriten-Aktien ausfindig gemacht

Wir haben gestern eine Sonderedition von aktien Megatrends mit 100 Seiten veröffentlicht. Wir besprechen Firmen, die vom drastischen Energiestrukturwandel profitieren. 2 Aktien sind für konservative Anleger gedacht. 3 Aktien haben Vervielfachungspotenzial.

 Ich möchte dazu einige Stichworte geben.

  • Die Batterieproduktion wird sich bis 2030 mehr als verzehnfachen. Getrieben von Elektroautos, Elektro-Nutzfahrzeugen und Stromspeicherlösungen in den Haushalten. Weltweit kristallisieren sich einige wenige Marktführer für die neue Generation der Batterietechnik heraus. Wir stellen unseren Favoriten vor.
  • Das LNG-Geschäft wird von einer amerikanischen Firma dominiert, die in weiser Voraussicht zielstrebig in Flüssiggas-Terminals investiert hat. Das Geschäft kann zukünftig um Wasserstoff erweitert werden. Die Aktie ist günstig und sie wurde noch nicht gehypt. Im Sonderreport des aktien Magazins stellen wir diesen Anbieter vor.
  • Es gibt einen amerikanischen Energieversorger, der auf die neue Energiewelt perfekt vorbereitet ist und sich auf Atom-, Solar- und Windenergie spezialisiert hat.
  • In der Halbleiterindustrie steht eine neue Generation von Chips in den Startlöchern, die deutliche Energieeinsparungen ermöglicht. Vor allem in Elektroautos kommt diese neue Chipgeneration zum Einsatz. Ein deutscher Maschinenbauer ist hier weltweit führend. Die Aktie ist trotz der Krise vor dem Sprung auf neue Hochs.

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Viele Grüße
Simon Betschinger

So sieht das Cover der neuen Ausgabe von aktien: MEGATRENDS aus.

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