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Stabile US-Wachstumsaktien mit attraktivem Risiko-Rendite-Profil für ein unsicheres Umfeld

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Aufklärung über Eigenpositionen: Diese Aktien aus dem Artikel halten TraderFox-Redakteure aktuell

Die Risiken für die US-Wirtschaft in den kommenden Monaten sind aus der Sicht von Goldman Sachs eher abwärts gerichtet. In den Kursen von stabilen Wachstumsaktien ist das aktuell noch nicht eskomptiert, obwohl diese Titel in einem Umfeld wie aktuell typischerweise gut abschneiden. Die US-Investmentbank rät daher zu US-Aktien mit dem stabilsten EBITDA-Wachstum. TraderFox berichtet.

Aktien mit stabilem Gewinnwachstum und typischerweise stabilen Aktienkursen hatten in letzter Zeit trotz der Angst der Anleger vor System- und Rezessionsrisiken zu kämpfen, während dieses Umfeld Aktien mit anderen "Qualitäts"-Merkmalen gleichzeitig gestützt hat. Zu diesem Fazit kommt Goldman Sachs beim Blick zurück in die jüngere Vergangenheit.

Wie die US-Investmentbank dazu in dem Bericht weiter ausführt, erzielte der hauseigene Stable Growth Basket (GSTHSTGR) in den vergangenen sechs Monaten die gleiche Performance wie der S&P 500 (-8 %), liegt aber im Jahresvergleich um sechs Prozentpunkte zurück (+1 % versus +7 %). Im Vergleich dazu haben defensive Sektoren und Aktien mit starken Margen, soliden Bilanzen und hohen Renditen in dieser Zeit dagegen besser abgeschnitten.

Stabile Aktien haben laut Goldman Sachs in der Vergangenheit in Zeiten nachlassenden Wirtschaftswachstums besser abgeschnitten, aber die aktuellen Marktpreise spiegeln die derzeitige Konjunkturabschwächung nicht wider. Der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe ist in den vergangenen fünf Monaten in den Bereich der Kontraktion (unter 50) gesunken und liegt derzeit bei 46,3. Die relative Performance von stabilen gegenüber volatilen Aktien scheint jedoch momentan eher mit einem ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe in den hohen 50er Jahren übereinzustimmen – ein Stand, der auf ein starkes reales US-Wirtschaftswachstum hinweisen würde.

Die relative Performance von stabilen versus volatilen Aktien folgt normalerweise den Ausschlägen beim ISM-Index

Quellen: ISM, Goldman Sachs Global Investment Research

Eine Erklärung für diese Divergenz sind aus Sicht der US-Investmentbank die Anzeichen für eine Wiederbeschleunigung des Wachstums, die vor dem Bankenstress im letzten Monat das makroökonomische Bild prägten. Die Wirtschaftsexperten bei Goldman Sachs sehen jedoch mehr Abwärts- als Aufwärtsrisiken, was auf reichlich Chancen für eine Outperformance stabiler Aktien hindeutet, so das Urteil.

Stabile Aktien werden derzeit zu anspruchslosen Bewertungen gehandelt

Seit 1985 bekamen die Mitglieder im Goldman Sachs-Aktienkorb mit stabilen Wachstumsunternehmen (Stable Growth Basket - GSTHSTGR) im Durchschnitt in Sachen Bewertung eine Prämie von 16 % gegenüber dem Medianwert des S&P 500 Index zugebilligt. Heute bewegt sich dieser Medianwert bei einem Aufschlag von 12 % (KGV von 20x vs. 18x) und liegt damit deutlich unter dem Aufschlag von über 20 %, den während der spät zyklischen Verlangsamung von 2018 bis 2020 zu registrieren war. Auch der Preisstabilitätsfaktor sieht den Angaben zufolge ähnlich attraktiv aus, da er momentan nur mit einem leichten Aufschlag gegenüber seinem Zehnjahres-Durchschnitt handelt.

Das Hauptrisiko für den Besitz stabiler Aktien besteht nach Einschätzung der Studienautoren darin, dass sich das Wirtschaftswachstum als widerstandsfähiger erweist als intern von Goldman Sachs. Gleichzeitig ist man aber der Meinung, dass niedrige Bewertungen, eine schwache Performance in jüngster Zeit und ein erhöhtes Rezessionsrisiko bedeuten, dass das Risiko-/Ertragsverhältnis bei stabilen Aktien aktuell asymmetrisch ist.

Die Marktstrategen von Goldman Sachs merken zudem an, dass die Widerstandsfähigkeit des Aktienmarktes durch eine konzentrierte Wachstumsbremse erklärt werden kann, deren Spillover-Effekte zwar auf bestimmte Wirtschaftssegmente beschränkt, aber groß genug sind, um eine dovishe Änderung der Fed-Politik zu bewirken. Solange sich die wirtschaftlichen Aussichten durch den Bankenstress nicht wesentlich ändern sollten, werde das Ziel der Fed jedoch weiterhin darin bestehen, das Nachfragewachstum positiv, aber unter dem Potenzial zu halten, da die Inflation im Vergleich zu langfristigen Ziel der US-Notenbank von 2 % immer noch hoch sei.

Die näher rückende Schuldenobergrenze birgt zusätzliche Risiken

Stabile Aktien bieten aus der Sicht von Goldman Sachs auch deshalb Sicherheit in einer Zeit erhöhter wirtschaftlicher Unsicherheit, weil die Frist für ein Erreichen der Obergrenze bei der US-Staatsverschuldung im Laufe dieses Jahres stetig näher rückt. Die Polit-Ökonomen bei Goldman Sachs gehen davon aus, dass der Monat August die letzte Frist ist, für eine Anhebung des Schuldenlimits ist.

Ähnlichkeiten zwischen dem aktuellen politischen Umfeld und den Jahren 1995 und 2011 deuten den weiteren Angaben darauf hin, dass eine politische Pattsituation wahrscheinlich ist. Die Reaktionen des Aktienmarktes auf frühere Ereignisse im Zusammenhang mit dem Schuldenlimit seien uneinheitlich gewesen, aber der S&P 500 Index sei 2011 vom Hoch bis zum Tief um 17 % gefallen. Seit 1985 habe außerdem die durchschnittliche Dreimonats-Überschussrendite von stabilen gegenüber volatilen Aktien bei plus einem Prozentpunkt gelegen, wenn die politische Unsicherheit zunahm, und bei minus einem Prozentpunkt, wenn die politische Unsicherheit abnahm.

Stabile Aktien schneiden besser ab als volatile Aktien, wenn die wirtschaftspolitische Unsicherheit zunimmt

Quellen: Goldman Sachs Global Investment Research

Der Aktienkorb besteht aus 50 Russell 1000-Aktien mit dem stabilsten EBITDA-Wachstum

Der Aktienkorb von Goldman Sachs mit stabilen Wachstumsunternehmen besteht aus den 50 Russell 1000-Aktien mit dem stabilsten EBITDA-Wachstum in den vergangen zehn Jahren. Die US-Investmentbank misst die Wachstumsstabilität als Standardabweichung des EBITDA-Wachstums von Jahr zu Jahr auf vierteljährlicher Basis. Die Aktien in dem Korb, zu denen Titel wie Home Depot, PepsiCo oder Oracle zählen, sind gleich gewichtet und so ausgewählt, dass die Sektorgewichte des Korbs mit denen des Russell 1000 identisch sind.

Ausgeschlossen aus dem Korb sind, deren größter jährlicher Gewinnrückgang in den letzten fünf Jahren zu den untersten 10 % ihres jeweiligen Sektors gehörte. Nicht berücksichtigt werden auch Aktien, die auf der Grundlage der Konsenserwartungen für das Gewinnwachstum je Aktie für das Jahr 2023 zu den untersten 10 % in ihrem Sektor gehören.

Der Medianwert der GSTHSTGR-Aktie hat eine Marktkapitalisierung von 36 Mrd. USD und die Performance tendierte im Vorjahr seitwärts. Der Medianwert wird mit dem 20-fachen Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der Ergebnisschätzungen für die kommenden zwölf Monate gehandelt und dürfte im Jahr 2023 ein Umsatzwachstum von 5 % und ein Gewinnwachstum je Aktie von 7 % aufweisen. Die Zehnjahres-Variabilität des EBITDA-Wachstums bei den Aktienkorb-Mitgliedern beträgt neun Prozentpunkte und die implizite Einmonats-Volatilität auf Optionen-Basis liegt bei 25.

Überblick über die Mitglieder im Goldman Sachs Stable Growth Basket

Quellen: FactSet, Goldman Sachs Global Investment Research

Quelle: Qualitäts-Check TraderFox

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Bildherkunft: AdobeStock_388424830

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